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  BSZ - Berliner Schachzettel 51 bis 60

13.Januar 2004

 51. 1885: B.Lasker gewinnt in den Oranienburger Teehallen

Die Turniere in den Oranienburger Theehallen zu Berlin sind folgendermassen ausgefallen: 1. Klasse, bei 10 Teilnehmern: 1. Preis B. Lasker, 2. H. Caro, 3. stud. Kümmel; 2. Klasse, bei 24 Teilnehmern: 1. Benjamin, 2. Dienstfertig, 3. Glücklich; 3. Klasse, bei 23 Teilnehmern: 1. Moses, 2. Rehfisch, 3. Scherwenka. Am 5. April Blindlingsvorstellung: H. Caro kämpfte mit 2 zu 1 bei 1 r. Im Problemlösungsturnier gewann stud. Kümmel den Preis.

Quelle: Deutsche Schachzeitung Nr.6 Juni 1885, S.188

Teehallen ? Hört sich irgendwie orientalisch an: Wasserpfeife kiffend exotische Teesorten genießen. Und wo sind diese Hallen gewesen ? Ich tippe auf Kreuzberg (Oranienstr.) oder Mitte (Oranienburger Str.).

Info: Frank Hoppe

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 52. 1902: SC Nordstern heißt jetzt SC Walbrodt

Bei der Namensgebung von Schachvereinen stehen meist Schachfiguren oder berühmte Schachmeister Pate. Personenkult bleibt heutzutage meist den Vereinen vom Balkan vorbehalten. So gibt es jetzt noch den SK Alexander Matanovic und bis vor kurzem SC Andrija Fuderer und den SK Braslav Rabar. Von den deutschstämmigen Vereinen hat allein die SG Lasker einen berühmten Namensgeber. Sie setzte aber auch nur eine Tradition fort, denn vor und nach dem 2.Weltkrieg war Meister Emil Schallopp der Namensgeber.
Andere Vereine haben dagegen spezielle Schachbegriffe im Namen: Weisse Dame, Schwarzer Springer, Turm, Rochade, Schwarz-Weiß oder König.
Mal sehen, wann es in Berlin die nächste Umbenennung gibt. Denkbar wäre z.B. SC Werner Windmüller für den SV Berolina Mitte. Einen Werner gab es jedenfalls schon mal bei Berolina: Als BSG Werner Seeelenbinder war der Verein Anfang der 50er führend in Berlin.

Und was ist eigentlich aus dem SC Walbrodt geworden ?

Der Schachclub "Nordstern", welcher sich Freitag Abends in der Müllerstrasse 161 versammelt, hat zu Ehren des verstorbenen Gründers den Namen "Schachclub Walbrodt" angenommen. - Am 28. October hielt Referendar S. Löwy im Neuen Berliner Schachclub einen Vortrag über den verstorbenen Meister.

Quelle: Deutsche Schachzeitung Nr.12 Dezember 1902, S.353

Info: Frank Hoppe

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 53. 1902: 5 Jahre SK Turm

Der Schachclub "Thurm", Cafe Tiergarten, Thurmstrasse 9, wählte in der Versammlung am 15. October den Vorstand wie folgt: Apotheker Th. Bretschneider, Vorsitzender, Amtsgerichtsrath Richter, stellv. Vorsitzender, B. Kohlmann, Schriftführer, E. Rost, Kassirer, W. Zastrow, Spielwart. Am 5. October feierte dieser Club sein 5. Stiftungsfest.

Quelle: Deutsche Schachzeitung Nr.12 Dezember 1902, S.353

Kann da irgendwer nicht zählen? Bekanntlich nennt sich der Verein heute "SK Turm 1896". Wenn aber das 5.Stiftungsfest erst am 5.Oktober 1902 war, dann wurde der Verein erst 1897 gegründet! Aufklärung könnten mir vielleicht die Vereinsverantwortlichen verschaffen. Schließlich hat dieser ehrwürdige Verein auch ein Gästebuch in seinem Besitz, in dem sich zahlreiche alte Meister verewigten. Vielleicht finde ich ja mal die Zeit, dem Verein einen Besuch abzustatten und ein wenig zu schmökern.

Info: Frank Hoppe

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 54. 1949: Die Berliner Schachgruppen

In der Chronik des SC Kreuzberg ist zu lesen, das den Berlinern nach dem 2.Weltkrieg keine Vereine erlaubt waren. So waren die Schachspieler auf sogenannte Gruppen aufgeteilt, die nach den Bezirken benannt wurden. Auch der Berliner Schachverband firmierte nur als Schachsparte.

Zum Vorsitzenden der Schachsparte Berlin wurde wieder Hänicke gewählt, zu seinem Vertreter Redlich, zum Hauptspielleiter Lüdecke, zum Kassierer Elison.

Quelle: Deutsche Schachblätter Nr.1 Januar 1949, S.14

Der bekannte Berliner Spieler Hamburger gab in Gotha eine Simultanvorstellung: +18, =11, -6.
In Berlin gewann die Meisterschaft der Gruppe Kreuzberg K.Kühn, von Lichtenberg Mrozicki.
Im Neujahrsblitzturnier Wilmersdorf war Teschner vor Hinne und Hamburger erfolgreich.
Die Gruppe Prenzlauer Berg führte im Januar zwei Simultanspiele durch: Jugendmeister Bares +15, =2, -3 und Lexandrowitsch +16, =4, -5.

Quelle: Deutsche Schachblätter Nr.3 März 1949, S.47

In Berlin siegte am Karfreitag eine Kombination Friedrichshain- Oberschöneweide gegen den Ostbezirk mit 39:20; die Gruppe Prenzlauer Berg eröffnete am gleichen Tage ihr neues Spiellokal in der Aschinger-Kantine mit einem Mannschaftsblitzturnier, das P.B. mit 60 vor Turm I 57, Turm II 40, Kreuzberg 36 gewann. Ein Einzelblitzturnier gewannen Blank, Pfeiffer 12, Kubiczek 10, Natzmer 9. Die Schachgruppen des Berliner Westens spielten am Karfreitag im Sportheim Spandau ein Mannschaftsblitzturnier: Charlottenburg 33, Spandau I 30, Spandau II 28, Siemensstadt 23, Steglitz 20. Im Winterturnier siegten in Mitte: Jehne, Kurt Schmidt je 14; Neukölln-Nord: Siebenwirth 9 (aus 9); Wittenau: Vogel; Turm: Skibbe. In den Sommermonaten trägt die Berliner Schachsparte wieder ein Mannschafts-k.o.-Turnier aus.

Quelle: Deutsche Schachblätter Nr.6 Juni 1949, S.94

Der SK Turm war offensichtlich von der Gruppenregelung nicht betroffen.

Gruppenmeister der Schachgruppe Charlottenburg in Berlin wurde Dr.Lehmann 11 knapp vor dem Vorjahresmeister Grohmann 11, Barnikol 10, Vogt 8. Bei der Berliner Jugendmeisterschaft verteidigte P.Bares, Przl.Berg, seinen Titel erfolgreich, indem er im Stichkampf Darga, Wittenau, schlug.

Quelle: Deutsche Schachblätter Nr.7 Juli 1949, S.109

Wilmersdorf schlug Steglitz mit 16:10; am 1.Brett gewann Teschner gegen Koye. Bei einem Simultanspiel am 10.Juli erzielte Teschner +19, =5, -1.

Quelle: Deutsche Schachblätter Nr.9 September 1949, S.141

Im Sommerturnier der Schachgruppe Lichtenberg siegte G.Schöneberg 7 vor Golz 7 (Wertsystem), Albrecht 7.

Quelle: Deutsche Schachblätter Nr.9 September 1949, S.141

Info: Frank Hoppe

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 55. 1949: Willi-Hoffmann-Gedenkturnier

Schachgesellschaft Eckbauer Charlottenburg
Das Stark besetzte "Willi-Hoffmann-Gedenkturnier" hatte folgendes Ergebnis: 1. Mroß 10, 2. Grohmann 9, 3. Dr.Lehmann 9, 4. Gumprich 8, 5. Dahl 7, 6. Hamburger 6, 7./8. Hohensee, Barnikol je 6, 9. Pantzke 5, 10./12. Treumann, Jurgschat, Steneberg je 5, 13. Vogt 4, Strauß 3 Punkte.
Nach der Preisverteilung, bei der die acht ersten wertvolle Kunstgegenstände, Stiftungen des Bruders des Gefallenen und alle Teilnehmer Erinnerungs-Diplome erhielten, fand ein Blitzturnier mit folgendem Resultat statt: 1. Gumprich nach Stichkampf mit Dr.Lehmann je 10, 2. Ullrich 9, 4. Mroß 9, 5./6. Vogt und Treumann je 8 Punkte, 14 Teilnehmer.
In der I.Klasse waren die Preisträger: Herzog, Grabert, Hartwig, Hagemoser von 10 Teilnehmern, während in der II.Klasse der Jugendliche Kühn Sieger wurde vor Winkelmann, Petznick, Baron, Meyer und Drews, bei 12 Teilnehmern.

Quelle: Schach-Welt Nr.12 Dezember 1949, S.191

Im Willi-Hoffmann-Gedenkturnier der Schachgesellschaft Eckbauer siegten weder Grohmann noch Dr.Lehmann, die lange führten, sondern der Spandauer Mroß durch einen Endspurt von 8 aus 8. Er erielte 10 Punkte gegen Grohmann, Dr.Lehmann 9, Gumprich 8, Dahl 7, Hamburger 6. Anschließend begann in der Wilmersdorfer Schachgesellschaft ein Jubiläumsturnier aus Anlaß des 30jährigen Bestehens; hier hat sich Mroß hauptsächlich mit dem Klubmeister Teschner auseinanderzusetzen. Im K.o.-Turnier des Schachklubs Neukölln blieb der Klubmeister Dahl erfolgreich. Beim Spartentag am 25.September wurde H.Gulweida zum 1. und Br.Redlich zum 2.Vorsitzenden gewählt; zum Spielleiter wurde W.Blankenstein bestellt. Die Meisterschaftsturniere sind auf Anfang 1950 festgesetzt worden; leider kann G.Pfeiffer seinen Titel nicht verteidigen, da er seinen Wohnsitz nach Hamburg verlegt hat. Auch D.Hamburger hat Berlin verlassen und ist nach Florida ausgewandert.

Quelle: Deutsche Schachblätter Nr.11 November 1949, S.173

Info: Frank Hoppe

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 56. 1921: Der SK 1906 ist wieder im Kommen

Der Schachklub 1906 (Spar- u. Bauverein) hat nach dem Kriege einen erfreulichen Aufschwung genommen u. zählt z.Z. 32 Mitglieder. Die Di. u. Sd. stattfindenden Spielabende im Vereinszimmer des Hochschulbräus, Föhrer Str.10, erfreuen sich durchweg eines regen Besuches von Mitgliedern u. Gästen. Besondere Beachtung wird der reichhaltigen Vereinsbibliothek geschenkt.

Quelle: Deutsches Wochenschach und Berliner Schachzeitung Nr.21/22 vom 29.Mai 1921, S.125

Dieser Klub sagt mir nun überhaupt nichts. Vielleicht finde ich was in der Deutschen Schachzeitung von 1906, die demnächst bei mir eintrudeln wird.

Info: Frank Hoppe

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 57. 1919: Das Wunderkind Reshevsky wird von den Berlinern geprüft

Der Schachwunderknabe S.Rzeschewski hielt sich im vorigen Monat einige Wochen hier auf und erregte in den hiesigen Schachkreisen mit Recht das größte Aufsehen. Nachdem er in einigen Simultanvorstellungen gegen etwa zwanzig Spieler von mittlerer oder geringerer Qualität verblüffende Erfolge erzielt hatte, beschloß die "Berliner Schachgesellschaft", ihn einer maßgebenden Prüfung zu unterziehen, um ein Urteil über die tatsächliche Spielstärke des achtjährigen Kindes zu erlangen. Es wurde zu diesem Zwecke am 18.Januar eine Simultanvorstellung veranstaltet, bei der zwanzig Spieler von guter zweiter Klubklasse gegen den kleinen Schachkünstler in die Schranken traten. Anerkannte Meister pflegen bei derartigen Vorführungen etwa 25 Partien gegen Spieler von durchschnittlich dieser Stärke zu übernehmen. Die dem Knaben gestellte Aufgabe entsprach also beinahe der von einem Meister geforderten, und er bewältigte sie in glänzender Weise. Zugegeben sei, daß er nicht mit der Schnelligkeit eines Meisters spielte, aber was die Qualität seines Spiels anbelangt, so stand sie annähernd auf der Höhe einer Simultanvorstellung von seiten eines Meisters. Nach fünfstündigem Kampfe waren zwar erst sechs Partien entschieden, aber der kleine Rzeschewski hatte sie sämtlich gewonnen. Die anderen vierzehn Partien wurden den anwesenden Meistern Mieses und Post zur Beurteilung vorgelegt. Das Ergebnis war, daß der Knabe zehn Partien gewonnen, neun remis gemacht und nur eine verloren hatte. erstaunlich, bei einem Kinde in so zartem Alter geradezu unbegreiflich, war die Ruhe und Ausdauer, die er in den stundenlangen Kampf hindurch an den Tag legte, und die Schlagfertigkeit, mit der er in verwickelten Stellungen die Gegner aufs Glatteis zu führen verstand, riß die Zuschauer oftmals zu lebhaften Beifallsbezeugungen hin.
Eine noch härtere Probe hatte das Schachwunderkind in zwei ernsten turniermäßigen Partien gegen den bekannten Berliner Spieler F.Sämisch zu bestehen. Sämisch gehört zweifellos zu den stärksten Amateuren Deutschlands. Zum Kampf mit einem Spieler dieses Kalibers fehlt dem kleinen Rzeschewski natürlich noch die nötige Erfahrung. Er hatte ja noch nie zuvor eine Partie mit der Uhr gespielt. An der gediegenen Partieanlage des ihm an Positionsurteil überlegenen Gegners scheiterte der kleine Rzeschewski zwar, aber er verstand es, mit verblüffender Kaltblütigkeit und ausgesprochenem taktischen Blick sich aus bedrängten Lagen so gut wie möglich herauszureißen.
Bei aller Bewunderung für diese phänomenale, in der Geschichte des Schachspiels noch nie dagewesene Erscheinung können wir doch nicht die Bemerkung unterdrücken, daß Anstrengungen, wie sie hier einem kindlichen Gehirn und Organismus zugemutet werden, eine schwere gesundheitliche Gefahr bilden. In den Beifallssturm der staunenden Zuschauermenge mischte sich denn auch ein gewisses Gefühl der Beklemmung.

Quelle: Deutsche Schachzeitung Nr.1 Januar 1920, S.21/22

Info: Frank Hoppe

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 58. 1920: Das Meisterturnier der Berliner Schachgesellschaft

Anfang Februar wird in der "Berliner Schachgesellschaft" ein Meisterturnier veranstaltet werden, an dem sechs anerkannte Meister und die sechs ersten Sieger im kürzlich stattgefundenen Berliner Meisterschaftsturnier teilnehmen sollen.

Quelle: Deutsche Schachzeitung Nr.1 Januar 1920, S.22

In der "Berliner Schachgesellschaft" hat am 24.Februar ein Turnier begonnen, an dem sich zwölf sehr starke Spieler, darunter eine Anzahl anerkannter Meister, beteiligen. Die Namen der Teilnehmer sind: Ahues, Gregory, Stephan, Pahl, Sämisch, Selesnieff, v.Hennig, Schweinburg, Kenzinsky, Privonitz, Post, Rotenstein, Zander. Das Turnier ist ein einrundiges.

Quelle: Deutsche Schachzeitung Nr.2 Februar 1920, S.41

Das Meisterschaftsturnier der "Berliner Schachgesellschaft" ist Anfang April zu Ende gegangen. Den ersten Preis errang Selesnieff mit 8 Zählern. Zweiter Preisträger, nur einen halben Zähler zurückstehend, ist Sämisch. Der dritte Preis fiel an Rotenstein, der 6 Zähler erreicht hat, der vierte an Post (+6), der fünfte an Pahl (+5). Nachstehende Tabelle gibt eine Gesamtübersicht über den Verlauf des Turniers.
                  1  2  3  4  5  6  7  8  9 10 11
 1.Selesnieff     x  1    1    1    1    1  1  8    I.Preis
 2.Sämisch        0  x  1    1    1  1    1  1  7  II.Preis
 3.Rotenstein       0  x  0  1  1  0  1  1  1  1  6 III.Preis
 4.Post           0    1  x  0    0  1  1  1  1  6   IV.Preis
 5.Pahl             0  0  1  x  1  1  1    0  0  5    V.Preis
 6.Gregory        0    0    0  x  1  0  1    1  4
 7.v.Hennig         0  1  1  0  0  x  0  1  0  1  4
 8.Zander         0  0  0  0  0  1  1  x  0  1  1  4
 9.Stephan            0  0    0  0  1  x    0  3
10.Krenzyski      0  0  0  0  1    1  0    x  0  3
11.Wegemund       0  0  0  0  1     0  0  0  0  x  1

Die seltsamen Ergebnisse Wegemund's stehen wirklich so in der Tabelle !

Ein kleiner Wettkampf zwischen v.Bardeleben und Selesnieff endete mit 2:0 bei vier Remispartien zugunsten des russischen Meisters.
Selesnieff hat in den anderthalb Jahres seines Berliner Aufenthalts in Turnieren und Wettkämpfen mit Meistern (darunter Bogoljuboff, Reti und Spielmann) über 50 Partien gespielt, ohne eine einzige zu verlieren (!). Das ist eine ganz erstaunliche Leistung, die ihn unserer Ansicht nach zur Teilnahme in jedem Meisterturnier berechtigt.

Quelle: Deutsche Schachzeitung Nr.4 April 1920, S.93

Info: Frank Hoppe

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 59. 1919: Nachruf auf Meister Erich Cohn

Daß der Meister Erich Cohn bei den Kämpfen in Frankreich im Spätsommer vorigen Jahres leider den Heldentod erlitten hat, haben wir bereits im Novemberheft kurz erwähnt. Irgendwelche näheren Umstände hierüber sind nicht bekannt geworden. Nicht einmal der Tag seines Todes läßt sich mit Sicherheit feststellen. Wahrscheinlich ist es der 28.August gewesen.
Erich Cohn ist am 1.März 1884 zu Berlin geboren und hat daselbst immer seinen Wohnsitz gehabt. Er studierte zunächst Literatur und Kunstgeschichte, dann eine zeitlang Medizin. Später widmete er sich ausschließlich dem Schachspiel. Schon in jungen Jahren war er ein vortrefflicher Spieler. Das erste Meisterturnier, an dem er teilnahm, war das zu Nürnberg 1906. Er errang daselbst einen Achtungserfolg, der zu schönen Hoffnungen berechtigte. Daß diese trotz seiner eminenten Begabung sich nicht ganz erfüllten, lag an einem gewissen Mangel an Ausdauer und Gleichmäßigkeit, sowie an ungünstigen äußeren Umständen. In einigen Turnieren, z.B. in Ostende 1907 und in Breslau 1912, spielte er die erste Hälfte ganz vortrefflich, und fiel in der zweiten gänzlich ab. Zweifellos war Erich Cohn einer der besten deutschen Meister, und sein Tod ist ein schwerer Verlust für die Schachwelt. Ganz besonders betrauern ihn die Berliner Schachkreise, in denen Erich Cohn seines liebenswürdigen Wesens und seiner angenehmen, formvollendeten Manieren wegen sich viele Freunde erworben hatte.

Quelle: Deutsche Schachzeitung Nr.2/3 Februar-März 1919, S.52

Info: Frank Hoppe

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 60. 1947: Schachlegende Mieses beehrt Berlin

J.Mieses in Berlin
Die Schachfreunde Berlins feierten nach fast zehn Jahren Wiedersehen mit dem jetzt 82jährigen Altmeister Mieses, der 1938 auf der Flucht vor dem Dritten Reich in London eine neue Heimat fand. Frisch und unternehmungslustig wie immer absolvierte Mieses ein Simultanspiel mit dem guten Ergebnis von neun Gewinnen, dreizehn Remispartien und nur zwei Verlusten (Beyer, Natzmer). Lange Zeit leistete das elfjährige Söhnchen des Berliner Schachmeisters Koch hartnäckigen Widerstand. Mieses hat noch große literarische Pläne; so arbeitet er zur Zeit an einem Erinnerungswerk: "Mehr als 60 Jahre im internationalen Schach", und an einer Neuauflage des beliebten Dufresne-Lehrbuches für den Reclam-Verlag. Er ist jetzt englischer Staatsbürger geworden und wird nach Regelung seiner hiesigen Angelegenheiten wieder nach England zurückkehren. Aber sein Herz hängt noch an Berlin, dem zerstörten Berlin, in dem er die Stätten seines früheren Wirkens nur mit tiefer Erschütterung aufsuchte und nichts mehr wiedererkannte.
K.R.

Quelle: Schach-Welt Nr.12 Dezember 1947, S.233

Das vom Autor erwähnte 11jährige Söhnchen Koch's, ist der heute noch mehr oder weniger aktive Helmut Koch. Er war bis spät in die 90er Jahre Mitglied bei den Sfr.Nordost und hat eine DWZ von 16xx. Ende 2003 spielte er nach langer Pause wieder ein Turnier mit - die Hamburger Senioren- Einzelmeisterschaft.

Info: Frank Hoppe

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