| 5. Gulweida-Warneyer-Gedenkturnier 2005 |
von Hans-Peter Ketterling
 |  | GM Sergej Kalinitschew gewinnt das 5. Gulweida-Warneyer-Gedenkturnier 2005 | |  |
Am 24. und 25. September hat der Schachklub Tempelhof unter der Schirmherrschaft des Bezirksverordnetenvorstehers von Tempelhof-Schöneberg Rainer Kotecki im Rathaus Schöneberg sein traditionelles Herbstschnellturnier zum fünften Mal durchgeführt, das 2001 die Tradition des in den siebziger und achtziger Jahren jährlich veranstalteten Hermann-Gulweida-Gedenkturniers wieder aufgegriffen und weitergeführt hat. Es ist nun nicht nur dem Andenken des Vereinsgründers, sondern auch dem Horst Warneyers gewidmet, der zweiten der zentralen Gestalten des SKT. Die Gewinner dieses sehr beliebten Turniers waren 2001 GM Robert Rabiega, 2002 IM Ilmars Starostits, 2003 IM Holger Ellers und 2004 IM Ulf von Herman.
Dieses neunrundige Wochenendschnellturnier, das mit einer Bedenkzeit von 30 min pro Spieler und Partie gespielt wurde, hatte mit einundsechzig zwar eine etwas geringere Teilnehmerzahl als in den letzten Jahren, was vermutlich nicht nur auf den am gleichen Wochenende stattfindenden Berlin-Marathon, sondern auch auf einige weitere in diesem Herbst in Berlin stattfindende Schachturniere zurückzuführen ist. Trotzdem waren fünf Titelträger am Start, leider aber insgesamt nur vierzehn gesetzte Spieler mit DZW über 1900. Viele der Spieler kann man als "Stammkunden" dieses Turniers bezeichnen, das, wie in den letzten Jahren auch schon in früheren Jahrzehnten, immer wieder nicht nur die Berliner Spitzenspieler, sondern auch andere prominente und spielstarke Teilnehmer angezogen hat. Außer zehn SKT-Spielern und vielen anderen Berliner Vereinsspielern war auch eine erkleckliche Anzahl von Betriebsschachspielern am Start. Überdies hatten einige Spieler den weiten Weg nach Berlin nicht gescheut, Thomas Frotscher kam aus Magdeburg, übrigens nicht zum ersten Mal, und Jürgen Brassat gar aus Regensburg. Das Turnierniveau war mit einem Wertungszahldurchschnitt von 1725 wieder recht beachtlich, und die Differenz zwischen dem stärksten und dem schwächsten Spielern betrug sage und schreibe über 1400 DWZ-Punkte.
Das Startgeld betrug € 12,50 für die ungesetzten Spieler und die gesetzten, die nur um die halben Preisgelder spielen wollten; gesetzte zahlten das Doppelte und SKT-Spieler und Jugendliche jeweils 80%. Dafür waren auch für die fünf besten gesetzten Spieler Preisgelder von € 500, 250, 120, 80 und 50 ausgesetzt und für die fünf besten ungesetzten jeweils die Hälfte. Für die jeweils beiden besten Damen, Jugendlichen und Senioren gab es je € 50 und 25 zu gewinnen. Die Rangfolge wurde bei Brettpunktgleichheit durch die Buchholzwertung bestimmt, die Geldpreise wurden allerdings nach dem Hort-System geteilt, d. h. bei punktgleichen Spielern wurde die eine Hälfte des Preises direkt vergeben, die andere Hälfte addiert und durch die Zahl der Spieler geteilt, um die unvermeidlichen Härten infolge ungünstiger Auslosung bei brettpunktgleichen Spielern zu mildern.
Außer dem leider verhinderten Schirmherrn Rainer Kotecki waren auch einige der geladenen Ehrengäste unabkömmlich, der Bezirksbürgermeister Ekkehart Band sowie der Präsident und der Ehrenpräsident des Berliner Schachverbandes Dr. Matthias Kribben und Alfred Seppelt; sie alle ließen durch den SKT-Vorsitzenden ihre Grüße ausrichten und wünschten dem Turnier einen guten Verlauf. Hartmut Mahlkow, der Vorsitzende der Fachvereinigung Schach im Betriebssportverband Berlin-Brandenburg, ließ es sich jedoch nicht nehmen zu kommen und auch das Turnier mitzuspielen, während seine Frau Karola freundlicherweise das Büffet betreuen half. Zudem waren auch Olaf Warneyer, der Sohn Horst Warneyers, und seine Frau als Ehrengäste erschienen.
Es wurde in allen Runden hart gekämpft und nicht wenige Partien wurden durch Zeitnotduelle entschieden, die meisten Spieler mußten sich jedoch erst "warmspielen". Zwei Turnierteilnehmer schieden während des Turniers leider aus, die nominell stärkste Dame Anke Fischer (1849) und der gesetzte Hassan Ghobadi, beide hatten einen schlechten Start und rechneten sich deshalb wohl keine Chance mehr auf eine gute Plazierung aus. Da sie in der Rangfolge nicht erscheinen, sind die Ergebnisse gegen sie in der Tabelle nur als "1" oder "0" angegeben. Aufgrund der ungeraden Teilnehmerzahl kamen einige der weniger erfolgreichen Spieler in den Genuß von kampflosen Punkten "+" gegen "Meister Spielfrei" und konnten ihr Punktekonto dadurch etwas verbessern.
In den ersten Runden gab es an den Spitzenbrettern keine Überraschungen, die starken Spieler bekamen leichtere Gegner und entschieden ihre Partien durchweg für sich. In der vierten Runde trafen dann erstmals mehrere Spitzenspieler aufeinander, jedoch wurde wieder "nach Plan" gespielt. In der fünften Runde trennten sich die GM Rabiega und Kalinitschew remis, der starke Jugendspieler Dominik Röpke konnte jedoch mit Schwarz den Skalp von FM Gruzmann an seinen Gürtel heften.
 | | Foto von Hans-Peter Ketterling | | 6. Runde: Jürgen Brustkern – Robert Rabiega, dahinter René Stern | |
 | | Foto von Hans-Peter Ketterling | | 6. Runde: Heide Ketterling – Frithjof Flemmig | |
 | | Foto von Heide Ketterling | | Bester Ungesetzter: Peter Korell | |
In der sechsten Runde machte Kalinitschew gegen IM Stern remis, während Rabiega "unprogrammgemäß" gegen FM Brustkern Federn lassen mußte – das war bereits die Vorentscheidung. In der siebenten Runde konnte sich am ersten Brett der etwas stärkere Stern gegen FM Dyballa durchsetzen, an den nächsten Brettern lief alles wieder ohne besondere Vorkommnisse. In der achten Runde mußten die beiden Großmeister punkten, wenn sie auf den Turniersieg aus waren, und das gelang auch Rabiega gegen Stern und Kalinitschew gegen Brustkern. Dyballa schaffte jedoch am dritten Brett gegen den ungesetzten Peter Korell nur ein Remis, ersterer hatte damit eine bessere Plazierung verfehlt, während Korell sich eine gute Ausgangsposition für die Endabrechnung geschaffen hatte. Das Duell des deutlich stärkeren Seniors Strehlow gegen den Jugendlichen Röpke ging am vierten Brett übrigens remis aus. In der letzten Runde gewannen Kalinitschew, Stern und Rabiega, Brustkern machte gegen den kaum schwächeren Püschel remis, während Röpke gegen den überlegenen Dyballa nichts erreichen konnte.
Damit konnte Sergej Kalinitschew mit acht Punkten das Turnier, den Wanderpokal des Bezirksverordnetenvorstehers und den ungeteilten ersten Preis von € 500 vor dem nominell etwas stärkeren Robert Rabiega gewinnen, der sich mit einem halben Punkt Rückstand und dem zweiten Platz begnügen mußte, gefolgt vom punktgleichen René Stern, dem die etwas schwächere Wertung nur den dritten Platz bescherte. Auf dem vierten und fünften Platz folgten deutlich abgeschlagen, aber immer noch mit einem sehr guten Ergebnis, mit je 6,5 Punkten Jürgen Brustkern und Markus Dyballa. Philippe Vu, der Gewinner des Schnellturniers "Schach im Rathaus 2005", konnte mit 6 Punkten im starken Spitzenfeld nur den zehnten Platz erreichen.
 | | Foto von Heide Ketterling | | Turniersieger Sergej Kalinitschew und SKT-Chef H.-P. Ketterling, im Pokal spiegelt sich der Turniersaal | |
Pl.Spieler TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Pkt Buch
1.GM Kalinitschew,Sergej 2425 32S1 6W1 37S1 8W1 2S½ 3W½ 14S1 4W1 10W1 8,0 54,0
2.GM Rabiega,Robert 2470 33W1 9S1 15W1 5S1 1W½ 4S0 7W1 3W1 13S1 7,5 56,0
3.IM Stern,René 2411 30W1 22S1 14W1 4S1 7W1 1S½ 5W1 2S0 9W1 7,5 55,5
4.FM Brustkern,Jürgen 2229 41S1 23W1 31S1 3W0 27S1 2W1 16S1 1S0 7W½ 6,5 52,5
5.FM Dyballa,Markus 2328 24S1 29W1 27S1 2W0 28S1 10W1 3S0 6W½ 14S1 6,5 51,5
6.Korell,Klaus-Peter 1822 48W1 1S0 36W1 34S1 13W0 19S1 21W1 5S½ 18W1 6,5 47,5
7.Püschel,Werner 2135 34W1 20S1 38W½ 15S1 3S0 23W1 2S0 29W1 4S½ 6,0 50,0
8.FM Gruzmann,Boris 2188 43W1 25S1 21W1 1S0 14W0 22S1 9W0 17S1 20W1 6,0 49,0
9.Batzaya,Ayush 44S1 2W0 41S1 13S0 34W1 45W1 8S1 27W1 3S0 6,0 47,0
10.Vu,Philippe 2091 45S0 54W1 32S1 38S1 21W1 5S0 15W1 20W1 1S0 6,0 45,0
11.Baier,Reinhard 1897 19W½ 18S1 13W0 46S0 39W1 38S½ 34W1 41S1 21W1 6,0 41,0
12.Burghardt,Michael 1945 42S1 31W0 24S1 17W0 43S1 20W0 47S1 36W1 19S1 6,0 40,5
13.Strehlow,Horst 2010 36W½ 19S½ 11S1 9W1 6S1 16W½ 20S½ 14W½ 2W0 5,5 51,0
14.Röpke,Dominik 1874 40S1 35W1 3S0 31W1 8S1 37W1 1W0 13S½ 5W0 5,5 50,5
15.Frotscher,Thomas 2148 47S1 17W1 2S0 7W0 30S½ 42W1 10S0 45W1 28S1 5,5 45,0
16.Bogomolni,Peter 1924 46W0 49S1 30W1 22S1 17W1 13S½ 4W0 18S0 27W1 5,5 44,0
17.Ketterling,Hans-Peter 1705 59W1 15S0 52W1 12S1 16S0 27W½ 28S1 8W0 29S1 5,5 41,5
18.Koch,Werner 1868 51S½ 11W0 50S1 1 20S0 30W1 23S1 16W1 6S0 5,5 40,0
19.Kühn,Bodo 1549 11S½ 13W½ 29S1 23W0 32S1 6W0 31S1 26S1 12W0 5,0 47,5
20.Herrmann,Eberhard 1717 52S1 7W0 42S1 37W½ 18W1 12S1 13W½ 10S0 8S0 5,0 46,0
21.Rossi,Enzo 1823 53S1 50W1 8S0 45W1 10S0 31W1 6S0 24W1 11S0 5,0 44,0
22.Zeidler,Uwe 1746 58S1 3W0 47S1 16W0 24S1 8W0 36S0 40W1 43S1 5,0 41,5
23.Archut,Michael 1743 56W1 4S0 46W½ 19S1 38W1 7S0 18W0 37S½ 41W1 5,0 41,0
24.Franke,Klaus 1684 5W0 39S1 12W0 48S1 22W0 51S1 38W1 21S0 37W1 5,0 41,0
25.Klevenow,Hellmut 1733 55S1 8W0 45S0 51W1 47S1 28W½ 27S0 31W½ 39S1 5,0 36,5
26.Wölfert,Jürgen 1658 35S0 40W1 51S1 28W0 45S0 53W1 39S1 19W0 36S1 5,0 35,5
27.Kurtisevic,Ismail 1871 49W1 46S1 5W0 33S1 4W0 17S½ 25W1 9S0 16S0 4,5 46,5
28.Zöllner,Rainer 1766 38W0 57S1 43W1 26S1 5W0 25S½ 17W0 33S1 15W0 4,5 42,5
29.Lukas,Wilmar 1770 39W1 5S0 19W0 40S½ 49W1 46S1 37W1 7S0 17W0 4,5 42,0
30.Bockelmann,Rolf 1604 3S0 44W1 16S0 58W1 15W½ 18S0 46W½ 38S1 35S½ 4,5 42,0
31.Schalck,Christiano 1704 1 12S1 4W0 14S0 36W1 21S0 19W0 25S½ 50W1 4,5 41,5
32.Lakakis,Jannis 1650 1W0 48S1 10W0 53S1 19W0 36S0 58W1 46S1 34W½ 4,5 39,5
33.Brassat,Juergen 1656 2S0 53W1 35S1 27W0 42S½ 40W½ 45S½ 28W0 47S1 4,5 39,0
34.Bauer,Stefan 1591 7S0 55W1 1 6W0 9S0 56W1 11S0 51W1 32S½ 4,5 38,5
35.Dr.Pischner,Rainer 1752 26W1 14S0 33W0 36S0 48W1 47W0 53S1 49S1 30W½ 4,5 37,0
36.Schulz,Manfred 1586 13S½ 51W½ 6S0 35W1 31S0 32W1 22W1 12S0 26W0 4,0 44,5
37.Hoffmann,Michael 1896 54S1 45W1 1W0 20S½ 46W1 14S0 29S0 23W½ 24S0 4,0 43,0
38.Eherman,Georg 28S1 1 7S½ 10W0 23S0 11W½ 24S0 30W0 55S1 4,0 41,0
39.Hanowski,Daniel 1287 29S0 24W0 54S1 41W1 11S0 43W1 26W0 42S1 25W0 4,0 40,5
40.Paris,Gerhard 1417 14W0 26S0 56W1 29W½ 44S1 33S½ 41W0 22S0 52W1 4,0 38,0
41.Völz,Ralf 1553 4W0 56S1 9W0 39S0 59S1 58W1 40S1 11W0 23S0 4,0 38,0
42.vonSchöning,Ulrich 1502 12W0 1 20W0 50S1 33W½ 15S0 44W½ 39W0 45S1 4,0 37,0
43.Leßner,Günter 1655 8S0 58W1 28S0 1 12W0 39S0 52W1 44S1 22W0 4,0 35,5
44.Eggeling,Heike 1342 9W0 30S0 49W½ 57S1 40W0 55S1 42S½ 43W0 51S1 4,0 34,5
45.Kopischke,Maik 1574 10W1 37S0 25W1 21S0 26W1 9S0 33W½ 15S0 42W0 3,5 45,0
46.Goroll,Hans-Jürgen 1481 16S1 27W0 23S½ 11W1 37S0 29W0 30S½ 32W0 48W½ 3,5 42,0
47.Mahlkow,Hartmut 1565 15W0 59S1 22W0 52S1 25W0 35S1 12W0 50S½ 33W0 3,5 39,0
48.Stiewe,Frank 1352 6S0 32W0 55S1 24W0 35S0 49S1 50W0 59W1 46S½ 3,5 36,0
49.Gmerek,Henning 1413 27S0 16W0 44S½ 54W1 29S0 48W0 57S1 35W0 56S1 3,5 34,5
50.Rademacher,Tim + 21S0 18W0 42W0 58S0 59W1 48S1 47W½ 31S0 3,5 30,0
51.Ringeltaube,Denny 1413 18W½ 36S½ 26W0 25S0 52W1 24W0 56S1 34S0 44W0 3,0 38,5
52.Flemmig,Frithjof 20W0 + 17S0 47W0 51S0 54W1 43S0 53W1 40S0 3,0 31,0
53.Nüske,Ralf 1353 21W0 33S0 59W1 32W0 1 26S0 35W0 52S0 + 3,0 29,5
54.Ketterling,Heide 1425 37W0 10S0 39W0 49S0 57W1 52S0 59S0 + 58W1 3,0 27,0
55.Onnasch,Michael 1025 25W0 34S0 48W0 56S0 + 44W0 + 58S1 38W0 3,0 26,5
56.Lippianowski,Stefan 23S0 41W0 40S0 55W1 + 34S0 51W0 57S½ 49W0 2,5 30,5
57.Dr.Sampels,Michael 1353 0 28W0 58S0 44W0 54S0 + 49W0 56W½ 59S1 2,5 22,5
58.Mahler,Sonja 1461 22W0 43S0 57W1 30S0 50W1 41S0 32S0 55W0 54S½ 2,5 34,0
59.Schröder,Gert 1022 17S0 47W0 53S0 + 41W0 50S0 54W1 48S0 57W0 2,0 28,5
Bei den ungesetzten Spielern belegte Peter Korell, der sich nicht zum ersten Mal in einem des SKT-Turniere als sehr erfolgreich erwies, er wurde nämlich bester Ungesetzter im GWG 2002 und im GWG 2003 sowie zweitbester im GWG 2004, mit ebenfalls 6,5 Punkten den mit € 250 dotierten ungeteilten ersten Platz und den sechsten Platz in der Gesamtwertung, gefolgt von Ayush Batzaya mit sechs Punkten auf dem neunten Platz. Die weiteren Plätze belegten mit beachtlichen 5,5 Punkten die Spieler Dominik Röpke, der das GWG 2004 als bester Ungesetzter absolviert hat, Hans-Peter Ketterling und Werner Koch, wobei sich der SKT-Vorsitzende überraschenderweise auch als bester SKT-Spieler und bester ungesetzter Senior herausstellte. Weil Dominik Röpke der einzige Jugendliche war und sich durch sein gutes Abschneiden ein höheres Preisgeld erspielt hatte, wurden keine Jugendpreise vergeben.
Bester Senior wurde mit sechs Punkten und dem achten Platz Boris Gruzmann, das war immerhin noch € 50 wert, und Horst Strehlow wurde mit 5,5 Punkten und dem dreizehnten Platz zweitbester Senior; beides waren gesetzte Spieler. Als beste Dame belegte Heike Eggeling mit vier Punkten den 44. Rang und gewann den Damenpreis von € 50, während die diesmal außerordentlich glücklos spielende Heide Ketterling nur drei Punkte zusammenkratzen konnte, davon einen kampflosen, und sich mit dem 54. Platz begnügen mußte, knapp vor Sonja Mahler, die den 58. Rang erreichte, jedoch alle ihre Punkte hart erkämpfen mußte. Unter den übrigen Spielern wurden noch insgesamt zwanzig Sachpreise verlost, so daß mehr als die Hälfte aller Teilnehmer den Turniersaal nicht mit leeren Händen verlassen mußte.
 | | Foto von Heide Ketterling | | 8. Runde: H.-P. Ketterling läßt Federn gegen den besten Senior Boris Gruzmann, dahinter die Partie Koch - Bogomolni | |
Diesmal taten Computer und Drucker im Gegensatz zu einigen vorigen Turnieren brav das, was von ihnen verlangt wurde, und so bekamen die jeweils beiden besten der gesetzten und ungesetzten Spieler außer ihren Preisen zusätzlich jeder eine Urkunde zur Erinnerung an dieses Turnier und ihr erfolgreiches Abschneiden. Für die reibungslose Turnierdurchführung sorgte mit dem SKT-Spielleiter André Buttkus und dem ehemaligen SKT-Jugendwart Carsten Staats wieder ein erfahrenes Team, das gegen Turnierende noch vom stellvertretenden Spielleiter Dirk Sagasser verstärkt wurde. Gegen die einzige Entscheidung der Turnierleitung, eine Partie als verloren zu werten, weil ein Spieler mit Mattpotential gegen einen Gegner mit blankem König in der Zeitnotphase einen regelwidrigen Zug gemacht hatte, wurde Protest erhoben, das aus Robert Rabiega, René Stern und Jürgen Brustkern bestehende Schiedsgericht erklärte die Partie jedoch remis, da man mit blankem König nicht gewinnen kann. Im Gegensatz zu anderen ähnlichen Protestfällen lief das erfreulicherweise sehr diszipliniert und sachlich ab. Der SKT wird diesem Fall übrigens mit einer entsprechenden Änderung seiner Schnellturnierordnung Rechnung tragen.
Auch diesmal war wieder für ein preiswertes Büffet gesorgt, das neben Kaffe, Tee und verschiedenen kalten Getränken belegte Brötchen, Bouletten, Würstchen, Kartoffelsalat, Kuchen und Süßigkeiten bereithielt und von einigen netten SKT-Damen und "SKT-Sympathisantinnen" betreut wurde, die einen nicht geringen Teil des appetitlichen und wohlschmeckenden Speisenangebots selbst zubereitet und gestiftet hatten. Sie und die vielen Helfer, die für den Einkauf der Speisen und Getränke, vor allem aber für den Auf- und Abbau sowie den Transport des Spielmaterials sorgten, haben den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung erst möglich gemacht, weshalb sich der Vorsitzende bei ihnen allen ganz herzlich für ihre Hilfe bedankte. Ferner galt sein Dank dem Schirmherrn, ohne dessen freundliche Unterstützung der SKT für dieses Turnier nicht die schönen Casinoräume im Rathaus Schöneberg hätte nutzen können, und der auch diesmal wieder zusätzlich einige Sachpreise, nämlich Berlinbücher und in Berlin (!) gekelterten Wein, zur Verfügung gestellt hat. Ferner bedankte er sich ganz herzlich für weitere Sachpreise in Gestalt von sechs Schachbüchern vom Sponsor ELEKTROSCHACH, und den vom Autor Ingo Treuner beigesteuerten fünf signierten Exemplare seines Schachromans "Venus geht durch die Jungfrau". Außerdem hat er sechs Flaschen Wein aus eigenen Vorräten spendiert und sich zudem bei den nicht dem SKT angehörenden Helfern mit weiteren drei Flaschen Wein erkenntlich gezeigt.
Die Frage, wie sich ein solches Turnier bei den durch die Startgeldern bei weitem nicht abgedeckten ausgeschütteten Geldpreise rechnet, mußte der Vorsitzende im kleinen Kreise bedauernd feststellen, daß der SKT leider über keinen finanzkräftigen Mäzen im Hintergrund verfügt, daß also ein gewisser Verlust von vorn herein einkalkuliert ist. Allerdings ist der Werbeeffekt nicht zu vernachlässigen, und schon wenige zusätzliche Mitglieder lassen die Gesamtbilanz in einem wesentlich besseren Licht erscheinen. In der Tat sind in den letzten Jahren viele der neuen Mitglieder über die Schachwerbeveranstaltungen des Klubs auf diesen aufmerksam geworden.
Beim Abschied bedankte sich der SKT-Vorsitzende bei allen Spielern für die disziplinierte Turnierabwicklung, gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß ihnen das Turnier gefallen hat, und lud sie für den 30. September und 1. Oktober 2006 zum 6. Gulweida-Warneyer-Gedenkturnier, in diesem Jahr wird der SKT übrigens sein fünfundziebzigjähriges Jubiläum feiern, wieder ins Rathaus Schöneberg ein.
BSV © 28.07.2006
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