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  Protokoll des Verbandstages am 28.März 2006

von Olaf Kreuchauf

Am 28.3.2006 trafen die Vertreter der dem BSV angeschlossenen Vereine und die BSV-Funktionäre im Rathaus/Bürgerzentrum Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin, zusammen. Die Versammlung begann 18.30 Uhr. Dr. Matthias Kribben eröffnete die Versammlung und begrüßte die Repräsentanten der Vereine, die Herren Metzing und Langer von Deutschen Schachbund sowie den BSV-Ehrenpräsidenten, Herrn Alfred Seppelt. Mit einer Schweigeminute ehrten die Anwesenden verstorbene Schachfreunde.

Versammlungsleiter war Herr Martin Hamann. Zum Protokollführer wurde Olaf Kreuchauf ernannt.

Vor dem "Abarbeiten" der Tagesordnung gab Dr. Matthias Kribben dem DSB-Schatzmeister, Schfr. Langer, die Möglichkeit zu den Versammelten zu sprechen. Schfr. Langer legte kurz die öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten dar, die aus Anlass der Schach-Olympiade 2008 in Dresden, angelaufen sind. (Für die Mitfinanzierung waren die Beiträge der Landesverbände an den DSB um 0,50 € erhöht worden.) Danach stellte er sich den Fragen der Versammelten.

2. Feststellung der Stimmberechtigten

Um 18.45 Uhr waren 44 Vereine (mit 154 Stimmen) und 11 Vorstandsmitglieder anwesend. Die Gesamtzahl der Stimmen betrug somit 165. Für eine Zweidrittelmehrheit wurden demnach 110 Stimmen benötigt.

3. Ehrungen

Die Silberne Ehrennadel wurde Herrn Günther Steinmetz (Charlottenburger FC Hertha 06) schon vorab überreicht, anlässlich der 100-Jahre-Feierlichkeiten seines Vereins.

4. Anträge auf Änderung der Satzung

Ein Antrag von Carsten Schmidt war zu behandeln: die Aufgabengebiete der Referenten "Ausbildung" und "Leistungssport" zu einem Referentenposten "Lehrbereich" zusammenlegen. Die Diskussion machte deutlich, dass man von Vereinsseite eine Zusammenlegung nicht wollte bzw. für unnötig erachtete. Bei der Abstimmung waren 67 Stimmen gegen eine Satzungsänderung. Die Zweidrittelmehrheit wurde verfehlt, damit wurde der Antrag zur Satzungsänderung nicht angenommen.

5. Aussprache über die in den Materialien vorgelegten Berichte des Präsidiums und der Referenten

 Zum Bericht des Schatzmeisters bzw. zum Anhang über die Finanzen

Jörg Schulz fragte nach, über welche Kasse die Sponsorengelder gegangen sind, und er verwies darauf, dass die Kosten fürs Politikerturnier stark angestiegen sind. Dazu Herr Werner Koch: Spenden, die zweckgebunden getätigt worden sind, werden dem jeweiligen Konto zugewiesen, "allgemeine" Sponsorgelder sind unter "Verband" zu finden.– Beim Politiker-Turnier schlagen neben der Pauschale die durch Herrn Alfred Seppelt abgerechneten Fahr-km zu Buche. In Wirklichkeit sind die Kosten jedoch weitaus höher (Porto, Telefon, Inanspruchnahme der Bürokraft in der Geschäftsstelle). – Dr. Matthias Kribben verlas die Liste des "zielgerichteten Sponsorings".

 Zum Bericht des Jugendwartes

Oliver Hänsgen sprach kurz zu seinem Ressort, mit Augenmerk auf die überregionalen Wettbewerbe. Er empfahl, sich "alle paar Jahre" um Ausrichtungen zentraler Wettkämpfe zu bemühen.

 Zum Bericht des Landesspielleiters

Herr Norbert Sprotte mahnte an, zu prüfen, wie die Beschlüsse zur Turnierordnung (TO) umgesetzt werden. In der jetzigen TO seien noch zum Teil die alten Fassungen enthalten. – Dr. Joachim Fechner sagte, dass die aktuelle TO schon vor längerem an Webmaster Schfr. Frank Hoppe gegangen sei. Die TO-Änderungen seien ans Mitteilungsblatt gegangen (Teile zum Herausnehmen, Jan Kinder: im August-Heft 2005), ein TO-Heft sei schon längere Zeit nicht erschienen. – Dr. Matthias Kribben bittet darum, dass ein Spiellausschussmitglied die aktuelle TO prüft.

 Zum Bericht des Präsidenten

Dr. Matthias Kribben betonte die Kooperation mit dem DSB (Finanzierung des Simultans beim Festival des Jüdischen Museums) und dem FV Schach. So war der anwesende FVS-Spielleiter Bernhard Riess als Schiedsrichter eingesetzt, und der BSV konnte Räumlichkeiten des FV Schach nutzen.

 Bericht des Pressewarts

Herr Reinhard Müller entschuldigte sich für die unpünktliche Erstellung des Berichts mit beruflicher Belastung und trug seinen Bericht den Versammelten vor. So war in der Berliner Morgenpost über das Festival im Jüdischen Museum eine Beilage erschienen. Mit Herrn Klaus-Jürgen Lais (DSB/Öffentlichkeitsarbeit) gebe es einen regen Kontakt. Die zentrale BMM-Endrunde ist beim "Guinness-Buch" als Rekord angemeldet worden (größte Mannschafts-Wettkampf-Veranstaltung). Er übergab die Unterlagen der Antwort an Dr. Matthias Kribben.

 Zum Bericht des Referenten für Ausbildung

Herr Carsten Schmidt gab ergänzend Termine bekannt. Schieri-Ausbildung vom 26.5. bis 28.5., Übungsleiter – verteilt im Zeitraum 26.5. bis 24.6. In Planung ist eine Ausbildung Nationaler Schiedsrichter (mit Jürgen Kohlstädt, ca. 14.9. bis 17.9.). Die Veranstaltungsorte stehen noch nicht fest.

 Zum Bericht des Webmasters

Frank Hoppe (beruflich verhindert) ließ eine Erklärung verlesen, in der er sich für eine Formulierung in den Materialien zum Verbandstag – im Zusammenhang mit der Klickrate bei der Homepage eines Berliner Vereins – entschuldigt. Der Passus heißt jetzt: "… und ich anschließend Manipulationen feststellte."

 Zum Bereich Freizeit- und Breitensport

Jörg Schulz verstand nicht, dass der Freizeitbereich mit einem Etat von 0 € auskommen soll.

 Zum Bericht des Ehrenpräsidenten und zum Politiker-Turnier

Alfred Seppelt reklamierte in einer längeren Ansprache einen Schlüssel für sich zur BSV-Geschäftsstelle. Dem kann aber u.a. wegen des Schlüsselkontingentes nicht entsprochen werden. Auch sei der Aufwand im Hinblick auf die Abrechnungen für einzelne Briefe etc. zu hoch.

6. Abrechnung des Schatzmeisters über das abgelaufene Geschäftsjahr

Keine Wortmeldung. Robert Schreck (CFC Hertha 06) fragte lediglich, warum nicht wie in anderen Landesverbänden Bußgelder im Etat vermerkt sind. Werner Koch entgegnete, dass er nicht mit Bußgeldern rechnen könne.

7. Berichte der Rechnungsprüfer mit anschließender Aussprache

Herr Pasternak war nicht anwesend, dafür sprach Herr Sven Schüle. Die Kassenprüfer beantragten die Entlastung des Schatzmeisters und des Präsidiums.

8. Vorlage und Genehmigung des Etats 2006

Olaf Parnemann (SW Lichtenrade) wollte den Posten "Verband" (33.000 €) mehr untergliedert wissen. Herr Werner Koch möchte gern mit seinem alten Buchhaltungsprogramm weiter arbeiten, ein neues wäre zu teuer. Er gab zur Kenntnis, dass 23.000 € Beiträge an den Landessportbund und an den Deutschen Schachbund sind.

Johann Eberlein (Chemie Weißensee) fiel auf, dass das Kinderfestival am Verband vorbei läuft. Er kritisiert ebenfalls die vorgesehenen 0 € für den Breitensport. – Oliver Hänsgen erwähnte, dass mit Olaf Sill ein Kandidat für den Freizeit- und Breitensport bereit stehe, der schon als Beisitzer im Jugendausschuss für Breitensport/Öffentlichkeitsarbeit zuständig war. Das Kinderfestival – früher eine LSB-Veranstaltung – liegt jetzt bei einer Event-Agentur. Zuschüsse können vom LSB beantragt werden.

Jörg Schulz forderte den früheren Betrag von 1000 € ein, um die Arbeitsfähigkeit des Referenten für Freizeit- und Breitensport herzustellen.

 Abstimmung über den Etat-Entwurf (+ 1000 €, also mit 2000 € einkalkuliertem Verlust)

Bei 0 Gegenstimmen und 4 Enthaltungen wurde der Etat 2006 mit 1000,00 € mehr als in den Materialien zum Verbandstag ausgewiesen, einstimmig angenommen.

9. Entlastung des Präsidiums

Bei 0 Nein-Stimmen und 0 Enthaltungen wurde das Präsidium einstimmig entlastet.

10. Wahl bzw. Bestätigung gemäß §4 (13) der Satzung

Der Versammlungsleiter gab bekannt, dass zur Wahl im 1.Wahlgang mehr als die Hälfte der Ja-Stimmen und in einem eventuellen 2.Wahlgang die relative Mehrheit ausreichend ist.

 a) Präsidium

Dr. Joachim Fechner lehnte eine Kandidatur als Landespielleiter ab. Ansonsten gab es fürs Präsidium jeweils einen Vorschlag pro Funktion.

Funktion: Name Ja (+) Enth. (=) Nein (-) Annahme/Ablehnung

  • Präsident: Dr.Matthias Kribben +154 =0 -0 einstimmig angenommen
  • Vizepräsident: Carsten Schmidt +146 =4 -4 große Mehrheit
  • Schatzmeister: Werner Koch +150 =0 -4 große Mehrheit
  • Landespielleiter: Matthias Möller +154 =0 -0 einstimmig angenommen
  • Landesjugendwart: Benjamin Dauth +154 =0 -0 einstimmig angenommen

 b) Referenten

Die Frauenreferentin wird später vom Präsidium kooptiert, da Frau Anita Neldner nur noch wenige Wochen ihre Aufgaben als Referentin erfüllen kann.

  • Ausbildung: Carsten Schmidt +150 =4 -0 einstimmig angenommen
  • Frauen: vakant wird kooptiert
  • Freizeit/Breitensport Olaf Sill +149 =5 -0 einstimmig angenommen
  • Leistungssport Carsten Schmidt +147 =3 -4 große Mehrheit
  • Mitteilungsblatt Olaf Kreuchauf +104 =26 -24 große Mehrheit
  • Passwesen Thomas Binder +154 =0 -0 einstimmig angenommen
  • Presse Reinhard Müller +128 =19 -7 große Mehrheit
  • Schulschach Dieter John +147 =3 -4 große Mehrheit
  • Senioren Werner Wiesner +154 =0 -0 einstimmig angenommen
  • Wertungssystem Frank Hoppe +148 =6 -0 einstimmig angenommen

Damit sind alle vorgeschlagenen und zur Verfügung stehenden Kandidaten mit mindestens großer Mehrheit ins Amt gewählt worden.

 c) Vermittlungsausschusss

Anschließend sortierten sich die Kandidaten für den Vermittlungsausschuss. Es waren ein Vorsitzender, 2 Beisitzer und 2 Stellvertreter zu wählen. Die Versammlung stimmte zu, im Block zu wählen.

  • Vermittlungsausschuss +152 =2 -0 einstimmig angenommen

Der Vermittlungsausschuss setzt sich folgendermaßen zusammen:

Vorsitzender: Norbert Sprotte; Beisitzer: Manfred Rausch, Christian Düster; Stellvertretende Beisitzer: Reinhard Baier, Dr. Joachim Fechner

 d) Rechnungsprüfer

Hier stellten sich abermals der nicht anwesende Herr Udo Pasternak und Herr Sven Schüle zur Wahl.

  • Rechnungsprüfer +141 =9 -4 große Mehrheit dafür

11. Anträge

Der Versammlung liegen 2 gleich gelagerte Anträge von Frank Hoppe vor, er möchte die Blitzmeisterschaften (sowohl die BBEM als auch die BBMM) im Schweizer System austragen lassen und in der TO verankern.

Jan Kinder zog die Notwendigkeit dieses Antrages in Zweifel, er würde das Schweizer System bindend machen. Der Austragungsmodus obliege dem Spielausschuss. In der Versammlung erfolgte ein Austausch für und gegen das vielrundige Schweizer System, für oder gegen das System mit Vorrunden/Finalrunden. Beim Schweizer System würden immer Pausen auftreten, wo die Mannschaften ihre Gegner suchen. Alfred Seppelt wies auf große Probleme im Falle eines Stromausfalls (Auslosung per Hand) hin. Olaf Kreuchauf hatte schon ein Turnier mit vielen Runden im Schweizer System geleitet und befürwortete es nicht: Gegen Mitte der Veranstaltung wären alle Entscheidungen an der Spitze gefallen.

  • Schweizer System (Blitz/Einzel) +43 =20 -91 deutliche Mehrheit dagegen
  • Schweizer System (Blitz/Mannschaft) +40 =22 -92 deutliche Mehrheit dagegen

Damit sind beide Anträge zur Änderung in der Turnierordnung angelehnt worden.

12. Verschiedenes

Matthias Möller wurde gebeten, seine Beisitzer zu bekannt zu geben, und er nannte: Dr. Joachim Fechner (Post Wedding), Benjamin Dauth (Rotation Pankow), Martin Sebastian (TSG Fredersdorf), Jan Kinder (Chemie Weißensee) sowie Robert Schreck (CFC Hertha 06).

Zu den Jugendgastspielern äußerte sich Benjamin Dauth. Im Mivis-Verwaltungssystem des DSB sind Jugendgastspieler nicht mehr enthalten, es gibt demzufolge auch keine offizielle DWZ. Michael Rätsch wird eine extra Datenbank pflegen.

Wolfgang Hartmann gab bekannt, dass der nächste Stammtisch am 5. April im Haus des Sports (Arcostr.) stattfindet.

Benjamin Dauth nannte die Funktionsträger des Jugendausschusses.

Es wird auf Veranstaltungen verwiesen, so das Schach-Event im Jüdischen Museum und die zentrale BMM-Endrunde im Hotel ESTREL. Dazu wurden verschiedene Fragen beantwortet, die das Organisatorische vor und während der Veranstaltungen und den Ablauf betreffen. Die Schiedsrichterbesetzung ist noch nicht 100%ig klar, überregional agierende Spieler sollen dafür angesprochen werden. Herr Dr. Matthias Kribben nannte die Sponsoren für die Kosten der Saalmiete, je zur Hälfte die Werbeagentur Dorland und die Dr. Kribben Finanzberatungs AG. Für nächstes Jahr sollten auch andere Sponsoren gewonnen werden. Auch die Nennung des Sponsors im Namen der Veranstaltung ist denkbar.

Die Versammlung schloss um 21.55 Uhr.

BSV © 07.04.2006

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