| 16. Senioren-Länderkampf Berlin gegen Brandenburg |
von Martin Sebastian
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8. Mai 2010 im Milchhäuschen Weißensee
 | | Martin Sebastian | | Milchhäuschen | |
Der Berliner Seniorenreferent Werner Wiesner hatte als turnusmäßiger Gastgeber in diesem Jahr am 8. Mai zum Ländervergleich eingeladen. Spielort war zum wiederholten Mal die Gaststätte "Milchhäuschen" am Weißen See im gleichnamigen Stadtteil von Berlin. Der Name der Gaststätte ist durchaus mal Programm gewesen. Bereits 1913 wurde genau an dieser Stelle in dem ehemaligen Gartenhaus des Schlosses Weißensee eine Milchverkaufsstelle eingerichtet. Das Schloss brannte 1919 ab und wurde nicht wieder aufgebaut. 1965 musste die alte Bausubstanz dem Zahn der Zeit Tribut zollen. Der Neubau lädt seit 1976 mit einem herrlichen Blick über den Weißen See und in einem idyllischen Park zum Verweilen ein.
Zu jeder Jahreszeit kann man rund um den See wandern und die verschiedensten Entdeckungen machen (Tiergehege, Spielplatz u.v.m.). Im Sommer lädt die Plansche (Strandbad Weißensee) zum Baden ein und der Bootsverleih zum Rudern. Im Winter ist der zugefrorene See ein beliebter Treff zum Schlittschuhlaufen.
Was man auch immer getan hat, die gute Küche und der überaus nette Service in der Gaststätte "Milchhäuschen" lassen den Tag zum perfekten Erlebnis werden. Das Team um den Geschäftsführer Oswald Wachenbrönner gab sich alle erdenkliche Mühe. Aus eigenem Erleben kann ich die Gaststätte für eine Einkehr nur wärmstens empfehlen. Vom Frühstück über ein opulentes Mittagessen bis zur großen Auswahl an Kuchen sowie den dazugehörigen gepflegten Getränken ist höchstes Lob angesagt. Da hat Werner Wiesner ein gutes Händchen bei der Auswahl des Spielortes gehabt.
 | | Martin Sebastian | | Weißer See | |
In dieser super Umgebung fand also am Samstag, den 8. Mai bereits zum dritten Mal der traditionelle Ländervergleich der Berliner und Brandenburger Senioren statt. Vorausgeschickt sei, dass die freundschaftliche Atmosphäre sowie der gegenseitige Respekt den Berichterstatter tief beeindruckt hat. An den Brettern dagegen wurde sich nichts geschenkt, da wurde hart um jedes Feld und jeden Bauern gekämpft. Nach Abgabe der Aufstellungen – es wurde an acht Brettern und mit 2h/40 Züge + 0,5h/Rest gespielt – war klar, dass die Favoritenrolle beim Berliner Team lag und das ziemlich deutlich. Es schien also eine leichte Aufgabe zu sein, beim Kampf um den neuen Wanderpokal gleich mal in Führung zu gehen. Der Pokal geht übrigens nach dreimaligem Gewinn in den endgültigen Besitz über und der Sieger muss den neuen stiften. Berlin hatte den vergangenen Zyklus im Vorjahr knapp mit 3:2 gewonnen. So begann also 2010 eine "neue Zeitrechnung".
 | | Martin Sebastian | | Günter Walter, Werner Reichenbach | |
Der Verlauf des Wettkampfes war dann aber gar nicht so nach dem Geschmack der Berliner. Nirgends gab es nach den ersten zwei Stunden Vorteile. Als erstes Spiel war das an Brett 1 zu Ende. Aus Berliner Sicht hielt FM Reichenbach mit Schwarz zwar sicher die Kasse, konnte aber gegen den FM Walter auch nie die Initiative ergreifen – Remis also. Nach weiteren zwei Stunden wurde an den Brettern 6 bis 8 ebenfalls die Punkte geteilt. Da war auf Berliner Seite schon ein ganz klein wenig Glück dabei, aber das hat ja bekanntlich auch nur der Tüchtige. Nun wurde es Zeit für die Entscheidung. In einer komplizierten Partie mit gegenseitigen Angriffschancen hatte FM Welz die besseren Argumente und konnte den Widerstand der einzigen am Wettkampf beteiligten Frau (schade eigentlich) FM Eveline Nünchert brechen. Das sollte dann auch schon der sogenannte BIG POINT sein, denn an den Brettern 3 und 4 trennte man sich schließlich nach langem und hartem Ringen friedlich. Hier die Einzelergebnisse in der Übersicht:
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| FM Werner Reichenbach | 2179 | ½:½ | FM Günter Walter | 2193 | | FM Harald Lieb | 2184 | ½:½ | CM Hubert Walkewitz | 2109 | | FM Wolfgang Thormann | 2181 | ½:½ | Rainer Tröger | 1960 | | Heinrich Burger | 2073 | ½:½ | Jürgen Lütje | 2012 | | FM Dr. Peter Welz | 2098 | 1:0 | FM Eveline Nünchert | 1990 | | Peter Krug | 2072 | ½:½ | Klaus-Dieter Heckert | 1987 | | Lothar Kollberg | 2008 | ½:½ | Dr. Kurt Kollowa | 1891 | | Thomas Glatthor | 1955 | ½:½ | Erhard Bernhöft | 1809 |
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 | | Martin Sebastian | | Harald Lieb, Werner Reichenbach, Hubert Walkewitz | |
Mit dem knappsten aller Ergebnisse – 4,5:3,5 – konnten die Berliner Senioren am Ende doch noch den Sieg erringen. Ein großes Lob geht an die tapfer kämpfenden Brandenburger, die in einigen Partien die Gastgeber an den Rand einer Niederlage brachten und für einen spannenden Wettkampf sorgten.
Die beiden Mannschaftsleiter Werner Wiesner (Berlin) und Karl-Heinz Langer (Brandenburg) sprachen von einer gelungenen Veranstaltung und bedankten sich bei den Gastgebern im Milchhäuschen ganz herzlich. Die Brandenburger luden für die 17. Auflage des Seniorenvergleichs 2011 nach Potsdam ein.
 | | Martin Sebastian | | Von links nach rechts, vorn: Hubert Walkewitz, Heinrich Burger, Wolfgang Thormann; mitte: Eveline Nünchert, Kurt Kollowa, Erhard Bernhöft, Werner Wiesner; hinten: Thomas Glatthor, Peter Welz, Klaus-Dieter Heckert, Rainer Tröger, Jürgen Lütje, Werner Reichenbach | |
Autoreninfo Martin Sebastian, Jahrgang 1957, ist Materialwart des Verbandes, 2010 wurde er zum Vizepräsidenten des Verbandes gewählt.
BSV © 09.05.2010
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