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  Bericht zum Verbandstag 2011

von Martin Sebastian

Frank Hoppe
Saal der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schönenberg

Frank Hoppe
Carsten Schmidt eröffnet den Verbandstag. Im Hintergrund Versammlungsleiter Martin Hamann, der lange Jahre selbst dem Vorstand als Vizepräsident und Referent angehörte.

Am 28. März 2011 fand der diesjährige Verbandstag des BSV zum wiederholten Mal im Rathaus Schöneberg statt. Der schöne BVV-Saal bot beste Tagungsbedingungen und für das leibliche Wohl hatte mit Getränken sowie Gebäck unser Schatzmeister, Werner Koch, gesorgt. So stand also einem erfolgreichen Verlauf des Verbandstages nichts mehr im Weg, zumal die Materialien mit allen Berichten, der Abrechnung des Geschäftsjahres sowie dem Haushaltsplan des Jahres 2011 wie stets allen Vereinen und Organen des Verbandes pünktlich und in guter Qualität vorlagen. Nach dem üblichen akademischen Viertel eröffnete der Präsident, Carsten Schmidt, um 18:15 Uhr den Verbandstag. Als Gäste konnten diesmal begrüßt werden:

die Vizepräsidenten des DSB, Dr. Hans-Jürgen Weyer und Michael S. Langer
der Abgeordnete Albert Weingartner (CDU)
der Mitarbeiter der FDP, Dennis Dietel
der Spielleiter der FV Schach, Bernhard Riess
der Ehrenpräsident des BSV, Alfred Seppelt

Frank Hoppe
Albert Weingartner (CDU), Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, spricht ein Grußwort

Frank Hoppe
Der Rechtsanwalt Dennis Dietel ist Referent für Inneres, Rechtsangelegenheiten, Verfassungsschutz, Datenschutz und Sport bei der Berliner FDP

Frank Hoppe
Dr. Hans-Jürgen Weyer spricht zur Versammlung, Carsten Schmidt lauscht

Frank Hoppe
BSV-Präsident Carsten Schmidt mit dem Ehrenpräsidenten Alfred Seppelt (81). Seppelt führte den Berliner Schachverband von 1984 bis 2004.

Nach den (kurzen und treffenden) Grußworten der beiden Politiker und des DSB-Vizepräsidenten, Dr. Weyer gedachte der Verbandstag mit einer Schweigeminute den im vergangenen Jahr verstorbenen Mitgliedern des Verbandes.

Im Anschluss bestätigte der Verbandstag die Vorschläge des Präsidiums für die Protokollführung (Bettina Bensch) und die Tagungsleitung (Martin Hamann). Die gegenüber der Einladung um den Punkt Wahlen/Bestätigungen ergänzte Tagesordnung wurde so bestätigt und der Verbandstag mit dem Punkt "Ehrungen" fortgesetzt.

Mit der Silbernen Ehrennadel wurden für ihre langjährigen Verdienste in der Verbandsarbeit der ehemalige Landesspielleiter Matthias Möller und der noch aktive Funktionär Frank Hoppe geehrt. Beide wurden jeweils mit einer Laudatio dem Auditorium nochmals vorgestellt und erhielten neben der Ehrennadel noch ein kleines Präsent sowie eine Urkunde.

Frank Hoppe
Matthias Möller, jetzt Träger der Silbernen Ehrennadel, mit Carsten Schmidt

Frank Hoppe
BSV-Vizepräsident Martin Sebastian (links) hat noch ein Präsent für Matthias Möller (mitte). Rechts Carsten Schmidt.

Frank Kimpinsky
Carsten Schmidt ehrt Frank Hoppe

Frank Kimpinsky
Frank Hoppe und DSB-Vizepräsident Dr. Hans-Jürgen weyer

Ebenfalls die Silberne Ehrennadel erhielt Alina Rath, die für ihren Deutschen Meistertitel im Blitzschach ausgezeichnet wurde. Natürlich gab es noch einen schönen Blumenstrauß oben drauf. Die vierte Silberne Ehrennadel konnte nicht überreicht werden, da Renè Stern - Deutscher Schnellschachmeister 2010 - in Frankreich bei der EM weilt. Diese Ehrung holt der Landesspielleiter in einem würdigen Rahmen nach.

Weitere Deutsche Meistertitel wurden 2010 im Jugendbereich nach Berlin geholt. Mit einer Urkunde und einem Gutschein der Fa Elektroschach Ketterling wurden geehrt:

der Deutsche Meister u8 - Jirawat Wierzbicki (Tus Makkabi)
der Deutsche Meister u10 - Raphael Lagunow (TuS Makkabi)
der Deutsche Meister u25 - Atila Gajo Figura (SC Kreuzberg)
der Deutsche Mannschaftsmeister u14 - TuS Makkabi (Elina und Raphael Lagunow, Leonid Sawlin, Sergii Polutskyi)

Frank Hoppe
Raphael Lagunow

Frank Hoppe
Jirawat Wierzbicki

Frank Hoppe
Carsten Schmidt und FIDE-Meister Atila Gajo Figura

Frank Hoppe
TuS Makkabi: Raphael Lagunow, Sergii Polutskyi, Leonid Sawlin, Elina Lagunow

Frank Hoppe
Frauenreferentin Anita Neldner (links) arretiert stellvertretend für Carsten Schmidt die Silberne Ehrennadel bei Alina Rath

Frank Hoppe
Carsten Schmidt und Alina Rath

Dann standen zwei Satzungsänderungsanträge des Präsidiums zur Debatte. Nach einer kurzen Begründung durch Präsident und Vizepräsident wurde der eine (Rechnungsprüfer) nach kurzer Diskussion und der andere ohne eine solche einstimmig angenommen.

Im Anschluss trat der Verbandstag in die Aussprache zu den Berichten der Mitglieder des Präsidiums und der Referenten ein. Eigentlich hat ein Eintreten gar nicht stattgefunden, denn außer zwei Ergänzungen des Präsidenten und des Vizepräsidenten ergriff lediglich der Ehrenpräsident, Alfred Seppelt, das Wort zum Thema Politikerschachturnier. Ansonsten müssen die vorgelegten Berichte einfach allumfassend gewesen sein. Keine Fragen, keine Anmerkungen - wer weiß schon, ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen ist. So konnte der Versammlungsleiter gleich zur Abrechnung des Geschäftsjahres 2010 und dem Bericht des Schatzmeisters überleiten. Hier hatte Werner Koch nur eine kurze Frage zu beantworten, was er wie immer sachkundig tat. Zusammen mit dem Bericht der Rechnungsprüfer war dann auch dieser Tagesordnungspunkt zur allgemeinen Zufriedenheit erledigt.

Der vorgelegte Haushaltsplan für das Geschäftsjahr 2011 muss dann ebenso überzeugend gewesen sein. Der Verbandstag genehmigte diesen ohne weitere Diskussion einstimmig. Nach der doch sehr heftigen Auseinandersetzung auf dem vorjährigen Verbandstag war dies zumindest nicht unbedingt zu erwarten. Es kann aber auch auf die gute und überzeugende Vorarbeit des Präsidiums und der Referenten zurückzuführen sein, wurden die Vereine doch über die Aktivitäten im Verlauf des Geschäftsjahres stets aktuell und regelmäßig informiert.

Durch die Änderung der Satzung in Bezug auf die Rechnungsprüfer mussten jetzt der 1. Rechnungsprüfer und ein Ersatzrechnungsprüfer gewählt werden. Sven Schüle (Königsjäger Süd-West) hatte schriftlich seinen Rücktritt vom Amt erklärt. Für ihn wurde Hans-Joachim Schilly (SC Siemensstadt) als 1. Rechnungsprüfer gewählt. Der 2. Rechnungsprüfer (Udo Pasternak - SK Zehlendorf) bleibt im Amt und als Ersatzrechnungsprüfer wurde Wolfgang Rother (CFC Hertha 06) gewählt.
Nach zwei Rücktritten von Referenten (Schulschach - Thilo Steinkrauß sowie DV/Pass - Thomas Binder) im Juli 2010 mussten die daraufhin vom Präsidium berufenen neuen Referenten vom Verbandstag bestätigt werden. Der tat das dann auch sehr überzeugend. Glückwunsch an den Referenten für Schulschach, Matthias Oberthür (TSG Rot Weiß Fredersdorf-Vogelsdorf) sowie den Referenten DV und Mitgliederverwaltung, Olaf Kreuchauf (SV Berolina Mitte).
Bis zu diesem Zeitpunkt lief der Verbandstag wie man so schön sagt "wie ein Länderspiel". Dann kam der Tagesordnungspunk 10 und mit ihm ein Antrag zur Problematik des Mobiltelefons, besser zu seinem Mitbringen in den Turniersaal und sogar angeschaltet sein während des Wettkampfes. Es entzündete sich eine heiße Diskussion mit den verschiedensten Ansichten, Argumentationen, Begründungen für und wider und noch mehr. Als dann nach ca. 45 Minuten alle Erwägungen ausgetauscht waren, ergab die Abstimmung ein klares Votum gegen diesen Antrag und so wird es auch in Zukunft in unseren Berliner Turniersälen hoffentlich ohne Telefongeräusche zugehen. Im übrigen hat der Spielausschuss genau zu dieser Problematik in den letzten Jahren auf der Tagung der Spiel- und Mannschaftsleiter vor jeder BMM-Saison eine klare Position bezogen und wird diese auf Nachfrage gerne wiederholen.

Frank Hoppe
Schulschach-Referent Matthias Oberthür

Frank Hoppe
Wolfgang Rother, früherer Passreferent, hat wieder eine Aufgabe im Verband. Rechnungsprüfer

Frank Hoppe
Thomas Binder und Hans-Joachim Schilly

Das Schlusswort des Präsidenten war dann auch kurz und knapp. Er wünschte allen Berliner Schachspielern auch 2011 viele Erfolge, Deutsche Meistertitel und den Funktionären immer ein glückliches Händchen bei ihren Entscheidungen.

Im nächsten Jahr steht dann wieder ein Verbandstag mit Wahlen ins Haus und wir würden uns wünschen, diesen wieder im gleichen Haus, sprich Rathaus Schöneberg durchführen. Mit dieser Hoffnung geht unser Dank an den Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg für die diesjährige Nutzungsmöglichkeit.

Weitere Bilder

Frank Kimpinsky
Carsten Schmidt

Frank Hoppe
Carsten Schmidt am Mikrofon

Frank Hoppe
Zitadelle-Vorsitzender Dr. Matthias Kribben (ehemaliger BSV-Präsident und ehemaliger DSB-Vizepräsident) mit den beiden DSB-Vizepräsidenten Dr. Hans-Jürgen Weyer und Michael S. Langer

Frank Hoppe
Jirawat Wierzbicki mit Vater Jan-Daniel

Frank Hoppe
Funktionärsriege, v.l.n.r. Bernhard Riess, Rechnungsprüfer Udo Pasternak, Dr. Matthias Kribben, Wolfgang Hartmann (hinten, Vorsitzender Schachfreunde Nordost), DSJ-Geschäftsführer Jörg Schulz

Frank Hoppe
Alfred Seppelt gibt Auskunft über das Politikerturnier

Frank Kimpinsky
Frank Hoppe erhält eine Decke für seine Katze

Frank Hoppe
Paßt auch auf dem Kopf

Frank Hoppe
Kann aber auch mal runterrutschen.

Autoreninfo

Martin Sebastian,
Jahrgang 1957, ist Materialwart des Verbandes, 2010 wurde er zum Vizepräsidenten des Verbandes gewählt.

vizepraesident@berlinerschachverband.de

BSV © 30.03.2011

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