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Der SV Marzahna 57 e.V. - Landesliga Brandenburg - sucht fuer die kommende Saison noch ambitionierte Verstaerkung fuer das Brett 1 (evtl. auch 2). Kontakt: rene@liese.tv

  26.Norddeutsche Blitz-Mannschaftsmeisterschaft 2005

von Frank Hoppe

Wieder einmal sprang der Hamburger Schachverband in die Bresche und übernahm die Organisation der Norddeutschen Blitz-Mannschaftsmeisterschaft. Im Betriebsrestaurant der Signal Iduna, Kapstadtring 8, ging die Meisterschaft am 6.März ab 11 Uhr über die Bühne.
Spielsaal


Aus Berlin hatten sich fünf Mannschaften qualifiziert, darunter mit dem SV Berolina Mitte ein sehr seltener Gast. Der ewige Fünftligist nahm nach 1998 (Büsum) erst das zweite Mal an der Meisterschaft teil. Bei der Berliner Meisterschaft wuchsen die Spieler aus Prenzlauer Berg über sich hinaus und erreichten mit ihrem 5.Platz erstmals "richtig" die Norddeutsche Meisterschaft - sieben Jahre zuvor war man nur Nachrücker für den BSC Rehberge.

Dabei stand die Teilnahme von Berolina zweimal auf der Kippe. Am 6.März waren in Berlin auch Mannschaftskämpfe angesetzt und der Wettkampf unserer 1.Mannschaft mußte erst verlegt werden, damit nicht vier Leute ersetzt werden müssen. Es gab die ersten Diskussionen, denn Thomas Hämmerlein hätte sehrwohl auf Hamburg verzichtet, wenn die Königsjäger aus Zehlendorf der Verlegung nicht zugestimmt hätten.

Berolina beim Warmmachen
Nachdem der neue Termin feststand, gingen die Diskussionen in die zweite Runde - die Wahl des Verkehrsmittels. Wir einigten uns auf fünf Spieler, darunter der schwergewichtige Berichterstatter, der es darum auch von vornherein vorzog, mit der Bahn zu fahren. Die Autofahrer- und Spätaufsteherlobby konnte zwei Wochen vor dem Turnier leider nicht für eine Bahnfahrt 5:45 Uhr - ich wollte halt sehr pünktlich in Hamburg sein - ab Bahnhof Zoo begeistert werden. Nachdem ich drei der vier Leute schon auf meine Seite gezogen hatte, sprach Fahrzeugführer Thomas ein Machtwort - mit PKW um 7 Uhr los.

Einen Tag vor Hamburg sagte unser Fahrer dann plötzlich ab und unsere Teilnahme stand auf der Kippe. Rabattierte Tickets waren bei der Bahn für IC/ICE nicht mehr zu bekommen, weswegen sich zwei der drei Mitfahrer aus Kostengründen auf eigene Faust nach Hamburg und zurück durchschlagen wollten - mit Linienbussen, Schöne-Wochenend-Ticket und Mitfahrzentrale. Den dritten Kandidaten (Peter Hintze) und einen Ersatzmann (Andreas Reiche) konnte ich für den ICE am frühen Morgen begeistern, auch weil ich deren Fahrtkosten übernahm.

Die Equipe von Berolina kam jedenfalls sehr pünktlich und komplett am Spielort an und brachte mit dem Wahlhamburger Klaus Harm, der seit den 80er Jahren bei Berolina Mitglied ist, sogar noch einen Schlachtenbummler mit. Vielleicht hätte man doch wie die Kreuzberger erst den ICE nach 8 Uhr nehmen sollen, denn die waren gerade noch rechtzeitig angekommen - kurz nach 11 Uhr.

HSK und Tegel klar favorisiert

Turnierleiter Jürgen Kohlstädt und einer seiner Helfer  
Mit 30 Mannschaften (Platz 1-8 der 2004er Meisterschaft, je drei Teams aus den sieben Verbänden und der Veranstalter) war das Teilnehmerfeld zu 100 Prozent komplett.
GM Robert Rabiega (vorn) - GM Mladen Muse
Der Hamburger SK und Titelverteidiger SK König Tegel galten wie im Vorjahr als Favoriten. Doch auch die Erstligisten Werder Bremen, Sfr.Neukölln und SC Kreuzberg rechneten sich gute Chancen aus.
Mit 5 Großmeistern (Gustafsson, Rabiega, Muse, Kalinitschew, Müller), 12 Internationalen Meistern und 22 FIDE-Meistern wies das Turnier auch qualitativ eine sehr gute Besetzung auf.
Einblitzen beim SV Senftenberg und den Cottbusern

Downloads

Turnierdatei - im Format SwissChess
Alle Bilder - 95 Fotos vom Turnier von Frank Hoppe (11 MByte)
König Tegel beim Warmmachen

Mannschafts-Rangliste: Stand nach der 29. Runde
Rang Mannschaft Liga TWZ S R V Man.Pkt. Brt.Pkt
1. SK König Tegel 2 2453 25 3 1 53-5 101.5
2. Hamburger SK 1 2476 26 1 2 53-5 95.0
3. SC Kreuzberg 1 2342 20 5 4 45-13 82.0
4. SV Werder Bremen 1 2396 20 4 5 44-14 77.5
5. SK Norderstedt 3 2317 19 2 8 40-18 73.5
6. Delmenhorster SK 3 2115 17 6 6 40-18 65.0
7. VBSF Cottbus 3 2300 18 3 8 39-19 75.5
8. SC Rotation Pankow 2 2295 17 5 7 39-19 74.5
9. Königsspringer Hamburg 2 2328 14 11 4 39-19 71.0
10. Lübecker SV 2 2236 17 4 8 38-20 69.5
11. SK Union Oldenburg 3 2286 16 6 7 38-20 68.0
12. HSK Post Hannover 2 2213 15 6 8 36-22 62.0
13. Sfr.Neukölln 1 2343 15 2 12 32-26 68.0
14. SC Tempo Göttingen 3 2275 11 9 9 31-27 62.5
15. PSV Rostock 3 2253 14 3 12 31-27 61.5
16. SF Salzgitter 4 2171 11 6 12 28-30 58.0
17. Pinneberger SC 3 2268 10 7 12 27-31 56.5
18. TuS Hasseldieksdamm 4 2111 12 2 15 26-32 54.0
19. Pneumant Fürstenwalde 4 2231 10 6 13 26-32 53.5
20. SV Großhansdorf 3 2205 10 5 14 25-33 48.5
21. SF Hamburg 3 2258 9 5 15 23-35 58.5
22. SV Berolina Mitte 5 2061 8 7 14 23-35 48.0
23. SC Empor Potsdam 3 2220 7 6 16 20-38 51.0
24. SC Diogenes 4 2164 7 6 16 20-38 42.0
25. SG Schinkel 5 2044 4 6 19 14-44 37.0
26. Barmbeker SC 5 2103 3 6 20 12-46 32.0
27. Greifswalder SV 3 2034 4 2 23 10-48 31.5
28. SV Senftenberg 4 1954 3 3 23 9-49 29.5
29. Grün-Weiß Wismar 4 2008 3 1 25 7-51 22.0
30. Finndorfer Sfr. 5 1826 1 0 28 2-56 11.0

Autoreninfo

Frank Hoppe,
Jahrgang 1964, hat die Internetpräsenz des Berliner Schachverbandes Ende 1996 ins Leben gerufen und betreut diese seitdem alleinverantwortlich. Er war außerdem von 1996 bis 2010 DWZ-Referent des Berliner Schachverbandes und von 2003 bis 2009 Referent der Wertungszentrale des Deutschen Schachbundes. Seit 2007 ist er Webmaster des Deutschen Schachbundes und seit 2010 Redakteur des BSV-Mitteilungsblattes.

webmaster@berlinerschachverband.de

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