| Favoriten führen zur Halbzeit des Lichtenberger Sommers |
von Dagobert Kohlmeyer
 | | Dagobert Kohlmeyer | | Robert Rabiega - Sergej Kalinitschew | |
Nach der fünften Runde liegt ein Quartett mit allen Favoriten gemeinsam an der Spitze. Je 4,5 Punkte auf ihrem Konto haben die Großmeister Robert Rabiega (König Tegel), Sergej Kalinitschew (SC Kreuzberg), IM Drazen Muse (König Tegel) sowie Atila Figura (SC Kreuzberg).
Im Spitzenduell taten sich Kalinitschew und Rabiega zuletzt nicht weh und teilten schon nach wenigen Zügen den Punkt. Sie werden an den nächsten Spieltagen ihre vollen Punkte bei anderen Schachfreunden holen. In Runde vier haben Drazen Muse und Jakob Meister (SK Zehlendorf) eine spannende Partie gespielt. Meister opferte eine Qualität für Angriff, aber Muse hielt dagegen und setzte seinen Gegner mit Dame und Turmpaar unter Druck. Am Ende wurde dennoch die Friedenspfeife geraucht.
 | | Dagobert Kohlmeyer | | Jakob Meister, Drazen Muse | |
Dass bei einem solchen Turnier immer Überraschungen passieren können, ist nicht neu. Sensationell aber mutet an, wenn ein Spieler mit DWZ 1353 einen 2000er umhaut. So geschehen in der Partie zwischen dem 18-jährigen Mathias Würsig (SV Blau-Gelb Hosena) und Matthias Hahlbohm (TSG Oberschöneweide). Bei fast 700 Punkten Unterschied passiert so etwas nicht alle Tage.
 | | Dagobert Kohlmeyer | | Daniel Rührmund mit seinen Eltern | |
Den elfjährigen Daniel Rührmund haben wir schon vorgestellt. Der dreimalige Sachsen-Meister von Einheit Bautzen war schon Titelträger U8, U10 (Einzel) und U12 (Mannschaft). Daniel startet zum zweiten Mal beim Lichtenberger Sommer und erhält Unterstützung von der ganzen Familie (siehe Foto). Vater Olaf, ein geborener Berliner, brachte ihm das Schach bei, Mutter Christiane stammt aus Sachsen. Am Mittwoch spielte Daniel im "Duell der Knirpse" gegen Lukas Tong (Empor Berlin) remis.
 | | Dagobert Kohlmeyer | | Duell der Knirpse | |
 | | Dagobert Kohlmeyer | | Karlheinz Hesselbarth, SC Zugzwang | |
Zweitältester Teilnehmer des Turniers ist Dr. Karlheinz Hesselbarth (Jahrgang 1931). Der ehemalige Montanwissenschaftler stammt aus Altenburg und lebt seit den 60er Jahren in Berlin, wo er beim SC Zugzwang spielt. Als junger Mann besuchte Karlheinz die Schacholympiade 1960 in Leipzig, wo er die aufregende Partie Fischer – Tal sah und auch 1962 die Olympiade in Varna, wo er die Gewinnpartie von DDR-Schachidol Wolfgang Uhlmann gegen den damaligen Weltmeister Michail Botwinnik (UdSSR) live verfolgte.
Im Openturnier bei der Euro 2007 in Dresden setzte der Schachveteran im April selbst die Figuren. Beim Lichtenberger Sommer gehört er seit Jahren zu den Stammgästen. Nach fünf Runden des Turniers hat Schachfreund Hesselbarth 3,0 Punkte. Auch der Berichterstatter musste sich zuletzt von Karlheinz’ Spielstärke überzeugen.
 | | Dagobert Kohlmeyer | | Alina Rath - Peter Welz | |
 | | Dagobert Kohlmeyer | | Günter Casny - Herbert Mayer | |
 | | Dagobert Kohlmeyer | | Drazen Muse | |
 | | Dagobert Kohlmeyer | | Boris Gruzman - Klaus Kapr | |
 | | Dagobert Kohlmeyer | | Horst-Peter Kurbel, SV Empor Berlin | |
 | | Dagobert Kohlmeyer | | Klaus Kapr, SC Friesen Lichtenberg | |
 | | Dagobert Kohlmeyer | | Shenja Slepuschkin, SK Zehlendorf | |
Alle Fotos - im Fotoarchiv
BSV © 23.08.2007
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