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  Turniersieger im Abonnement

von Werner Block

Am 31. Juli 2010 wurde in Berlin das traditionelle Rehberge-Open ausgetragen. Das beliebte Schnellschach-Turnier - in diesem Jahr in der 16. Auflage - ist in jeder Saison der Auftakt zur Schnellschach-Grand-Prix-Serie des Berliner Schachverbandes. Bei angenehm warmem Sommerwetter gingen 98 Teilnehmer, darunter 3 Damen, an den Start. Es galt, nach Schweizer Art eine 11-Runden-Strecke zu bewältigen. Insgesamt war ein Preisfonds von 1.000 Euro garantiert. Dem Gesamtsieger winkte ein Preisgeld von 250 Euro.

Turnierverlauf

 1. Runde

Keine Sensationen gab es in der Auftaktrunde - wenn man davon absieht, dass am 6. Brett ein FM eine weibliche FM nicht schlagen konnte - oder wollte: Remis.

 2. Runde

Hier gab es keine Überraschungen. Sicher lief nicht für jeden alles nach Plan - aber es folgen ja noch 9 Runden, in denen man Zeit hat, verlorenen Partien abzuhaken und das Selbstbewusstsein mit neuen Erfolgen zu stärken.

 3. Runde

Ungewöhnlich für ein solch stark besetztes Turnier kam der erste Ergebniszettel in dieser Runde von Brett 2. Mit-Favorit GM Rabiega machte kurzen Prozess mit seinem auch nicht eben schwachen Gegner.

 4. Runde

Nach 3 Runden waren noch 15 Spieler ungeschlagen - 8 konnten die Maximalpunktezahl vorweisen. Am Schluss der Runde waren's dann nur noch drei, die verlustpunktfrei an der Spitze lagen.

 5. Runde

Ob es der Hunger oder die Taktik waren, die zu den ersten Kurzremisen führten? Jedenfalls wurden am 3. und 4. Brett gar nicht erst die Figuren geschoben, sondern am Tresen ein Imbiss eingenommen. Am 1. Brett dagegen wurde das Duell der beiden teilnehmenden Großmeister Rabiega und Kalinitschev ausgekämpft - das mit Schwarz von Rabiega gewonnen wurde. Damit war er der letzte Teilnehmer mit der vollen Punktzahl.

 6. Runde

Nach der letzten Runde vor der Pause ist einer immer noch ungeschlagen - Robert Rabiega geht einem ungefährdeten Turniersieg entgegen. Damit jeder nochmal zu Kräften kommt, wurde eine kurze Pause eingelegt. Dank der fixen Sevicekräfte im bewirtschafteten Vereinsheim konnte jeder, der wollte, die Pause nutzen, um in Ruhe etwas zu essen.

Um 18 Uhr startete das Feld in den 2. Teil des Turniers. Bis dahin hatte es noch keine Einsprüche oder Reklamationen gegeben. Auch saßen alle auf der jeweils richtigen Brettseite und somit wurden auch fast immer das richtige Ergebnisse eintragen - und das blieb glücklicherweise auch so bis zum Turnierende. Das hat der Turnierleitung ihre Arbeit sehr erleichterte. Hierfür Dank allen Teilnehmern.

 7. Runde

Wieder war es Rabiega, der als erster den Zettel abgab - gegen Vereinskollege Drazen Muse wurde ein schnelles Remis notiert. Langsam kristallisiert sich die Spitze heraus.

 8. Runde

Jetzt trafen die beiden Ratingstärksten aufeinander: René Stern mit Weiß gegen Rabiega - mit dessen Schwarzsieg fiel schon die Vorentscheidung um den Turniersieg.

 9. Runde

Mit einem komfortablen Vorsprung von einem Punkt ging der Tabellenführer in die neunte Runde. Aber auf den Plätzen wurde noch eifrig um die Preisgelder gekämpft. 7 Spieler mit 6 und 8 Spieler mit 5,5 Punkten durften sich berechtigte Hoffnungen machen.

 10. Runde

In der vorletzten Runde musste Rabiega schon gegen Gegner spielen, die 2 Punkte weniger auf dem Konto hatten. Und das ging dann auch ganz schnell, die 1 vom Brett 1 lag schon wieder als erste im Ergebnis-Kasten. Mit 9,5 aus 10 stand damit der Sieger vor der Schlussrunde schon fest. Am 2. Brett mussten die beiden 7-Punkter gegeneinander antreten. Im Duell Ulrich Schwekendiek gegen Drazen Muse ging der Punkt an den Tegeler, der danach mit einem halben Punkt Vorsprung in die Endrunde ging.

 11. Runde

So richtig prall gefüllt mit Kiebitzen war der Raum für die 7 Spitzenbretter in der letzten Runde. Herbert Kauschmann hatte das Pech, am Spitzenbrett gagen Rabiega antreten und ihm seinen letzten Punkt übergeben zu müssen. Schön, dass er in der Endabrechnung dann doch noch den Seniorenpreis bekam. Denn dank der regen Teilnahme konnte über den garantierten Preisfonds hinaus ein Sonderpreis vergeben werden.

Wie so oft in den Vorjahren wurde das Rehberge-Open also wieder eine Beute für die Titelträger von König Tegel. Mit GM Robert Rabiega, IM Drazen Muse und IM René Stern machten drei Spieler des Nachbar-Vereins die Medaillenränge unter sich aus.

Wir hoffen, alle Teilnehmer auch im nächsten Jahr wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

Wie jeder beim 16. Rehberge-Open abgeschnitten hat, und wer die Ratingpreise erringen konnte, ist den Ergebnislisten zu entnehmen.

Gesamtergebnis
Fortschrittsliste
Ratingliste < 2.100 Punkte
Ratingliste < 1.750 Punkte
Senioren
Bericht von Dirk Paulsen

BSV © 03.08.2010

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